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Der grosse Verkehr

In den Jahren 1818 bis 1822 wurden sowohl die Landstrasse (stradun) von Chur ins Rheinwald, als auch der Splügen- und der San Bernardinopass ausgebaut.

Damit begann in der langen Verkehrsgeschichte der Hinterrheintäler ein neuer Abschnitt, gekennzeichnet durch ein starkes Anschwellen des Verkehrsvolumens.

Diese Periode dauerte 60 Jahre, bis 1882. Am 12. Dezember wurde die Gotthardbahn eröffnet, und dies läutete den Niedergang des blühenden Warenverkehrs in den Bündner Tälern ein. Zwei Jahre später folgte die Arlberglinie.

Bis zum Jahre 1822 erlaubten die vorhandenen Wege nur den gemächlichen und recht aufwendigen Saumverkehr, dem aber ein Hauch von Romantik anhing. Nach dem Ausbau der Landstrassen und Pässe konnte allmählich auf zweiachsige Güterwagen umgestellt werden.

Davon betroffen wurde in unserem Dorf die „Susta“ und in Zillis die sogenannte „Fuhrleite“. Die „Susta“ diente als Stapelplatz für die Güter, und in der „Fuhrleite“ wurden die Weggebühren eingezogen.

Beide wurden etwas später aufgehoben und der Einzug von Weggeldern einheitlich geordnet. Dies hatte eine Vereinfachung und Verbilligung des Transitwesens zu Folge.